Mein Nähstil und ein Rückblick auf 2017

Als ich vor ungefähr sieben Jahren mit dem Nähen anfing, habe ich vor allem eins genäht: Kleider, Kleider, Kleider!
Da ich mir das Nähen selbst beigebracht habe und erst in diversen Nähtreffen Jahre später festgestellt habe, was ich alle so falsch mache, kann man sich gut vorstellen, wie meine ersten Werke aussahen. Passform und Verarbeitung waren wirklich schlecht. Mir war das damals egal. Hauptsache schick! Vor allem retroinspirierte Kleider hatten es mir angetan. (Entschuldigt die schlechte Bildqualität! Die Bilder sind sehr alt.)

 

Von diesen ersten Werken existiert heute kein einziges mehr. Jahre hingen sie ungetragen in meinem Schrank, aber im Zuge des Umzuges vor einem Monat wurden sie entsorgt.
Der Grund, warum ich die Sachen nie getragen habe, ist eigentlich simpel: Sie waren nicht alltagstauglich! Also tauglich für meinen Alltag, denn damals habe ich noch in der Krippe gearbeitet. Lange, schicke Kleider haben sich da nicht angeboten.
Ich habe ein paar Jahre gebraucht, um das zu erkennen. Seitdem bin ich auf der Jagd nach Alltagsschnitten mit dem gewissen Pfiff. Ich nähe mir mittlerweile am liebsten Sachen, die ich im Grunde täglich anziehen könnte. Das heißt natürlich nicht, dass ich mir nicht auch schicke "Anlasskleider" und ähnliches nähe, aber das doch eher selten. Die beiden Hochzeitsgastkleider, die ich vor zwei Jahren genäht habe, hängen seitdem im Schrank. Schade eigentlich!

 

Die Erkenntnis, dass ich nicht der Typ bin, der jeden Tag gerne ein Kleid anzieht, hat mir sehr geholfen, meinem Stil näher zu kommen. Ich trage gerne Hosen und nähe daher hauptsächlich Oberteile jeder Art. Shirts, Blusen, Pullover und vor allem Cardigans - davon kann man ja eh nie genug haben!

 

Von den Farben her bin ich eigentlich offen. Nur gelb, orange, schweinchenrosa und braun gehen gar nicht bei mir. Das liegt aber auch daran, dass mir die Farben einfach nicht stehen.
Wenn ich allerdings in meinen Kleiderschrank schaue, stelle ich fest, dass ich doch immer wieder zu denselben Farben greife: Vor allem schwarze, blaue und graue Stoffe werden vernäht, manchmal durchbrochen von rot und eher selten grün. Dabei sind das meine Lieblingsfarben! Auch lila bzw. Beerentöne und pink mag ich eigentlich gern.

2017 habe ich mich das erste Mal an Mäntel getraut
 



Muster liebe ich über alles! Ob Streifen, Punkte, Blumen, Sterne oder abstrakte Muster - man findet alles bei mir! Eher selten vernähe ich Uni, daher fällt mir auch mittlerweile auf, dass ich zwar viele tolle Oberteile besitze, aber wenig Kombinationspartner in schönen Farben.

Tolle Jacke, aber nie getragen, da mir die Kombipartner fehlen

2017 war ein gutes Nähjahr für mich, denn ich habe viele tolle Teile genäht, von denen es die meisten geschafft habe, in meine Alltagsgarderobe einzuziehen. Die Sachen, die ihr auf den Fotos seht, sind alle im letzten Jahr entstanden. Insgesamt waren es 37 Stücke für mich und den Mann.

Auch für den Mann nähe ich manchmal

Kommentare

  1. Sehr schön, ein neuer Blog! Ja, so eine Nähentwicklung ist spannend, ich habe mich über die jahre immer mehr von Hosen wegbewegt.....wobei ich z.Z. wieder überlege, mal wieder eine zu nähen.
    Herzliche Grüße und ich schaue wieder vorbei
    Sabine

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    1. Danke für deine lieben Worte! Ich freue mich, wenn du öfter vorbei schaust! Liebe Grüße

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